Wir lieben Steuern - Kanzleivision GmbH
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Wir lieben Steuern

In euren Videos bereitet Ihr das Thema Steuern anschaulich auf und gebt Informationen und Hinweise direkt an die Mandanten weiter. Was hat euch dazu bewogen, diesen Beruf zu ergreifen und woher kommt die Begeisterung für dieses Thema?

 

SK: Wir hatten jetzt nicht in der Grundschule die Vorstellung, Steuerberater*innen werden zu wollen. Vielmehr sind wir in diese Branche reingerutscht und haben gesehen, wie spannend und interessant das Thema Steuern sein kann. Die Vielfalt der unterschiedlichen Mandanten und die Zusammenhänge haben uns begeistert. Wir haben den Bereich kennengelernt und gemerkt, dass es keine lästige Arbeit ist, wie viele immer meinen. Genau diese Erkenntnis wollen wir den Leuten vermitteln und so die Angst vor dem Thema Steuern abbauen. Gleichzeitig wollen wir so auch das Unternehmertum fördern. Gerade in den zurückliegenden Monaten hat sich gezeigt, wie wichtig gute Beratung in Steuerangelegenheiten für Unternehmen und Privatpersonen ist. Junge Menschen wollen wir ermutigen, ihre Ideen zu verfolgen und die bürokratischen Auflagen, die eine Gründung beispielsweise mit sich bringt, nicht als Hindernis zu sehen.

Was für die Mandanten gilt, gilt übrigens auch beim Thema Nachwuchskräfte. Unser Ziel ist es auch junge Leute auf den Berufsstand aufmerksam zu machen und ihr Interesse zu wecken. Das Thema Steuern als Ganzes ist wichtig und unser Ziel ist es, die Branche ins rechte Licht zu rücken. Das funktioniert durch direkte Ansprache über die sozialen Medien sehr gut. 

 

Ihr seid selber hauptberuflich in der Steuerberatung tätig und kennt die Gegebenheiten. Welchen Grad der Digitalisierung würdet Ihr der Steuerbranche aktuell geben?

 

SK: Wenn ich es als Schulnote ausdrücken müsste, würde die Branche aktuell aus meiner Sicht bei einer drei oder vier stehen. Der Nachholbedarf in Sachen digitale Transformation ist bei vielen Kanzleien, insbesondere den Kleineren, noch sehr groß. Das heißt aber nicht, dass die Branche sich einer Veränderung komplett versperrt, sondern vielmehr die Zeit und die Ressourcen häufig einfach zu knapp sind. Die Steuerbranche hatte bereits vor der Pandemie eine hohe Auslastung. Durch Corona-Hilfen ist der Beratungsaufwand noch einmal angestiegen. Das Thema digitale Transformation ist eine Herausforderung, die auf Jahre hinaus Auswirkungen hat und bei laufendem Betrieb umgesetzt werden muss. Das macht die Aufgabe schwieriger und es bedarf dafür einige Zeit. Aber natürlich fehlt bei dem ein oder anderen auch noch die Überzeugung, dass mit einer digitalen und vernetzten Arbeitsweise Potenziale gesteigert werden können. Insbesondere die kleineren Kanzleien würden von dem Wandel profitieren, beispielsweise durch ein schlagartig größeres Einzugsgebiet für Mandanten und Mitarbeiter*innen. 

 

Was würdet Ihr aus eigener Erfahrung sagen. Wo ist der größte Nachholbedarf in Sachen digitaler Transformation? Und warum ist die Branche so zögerlich bei dem Thema?

 

SK: Beim Thema Kommunikation ist sicherlich der größte Schritt in Richtung Zukunft innerhalb der Branche gemacht worden. Der interne und externe Austausch mit den Mandanten ist elementar und musste auch durch die Pandemie bedingt auf weitere Schnittstellen ausgeweitet werden. Wo es Nachholbedarf gibt, ist der Austausch von Dokumenten. Die Handhabung der Vielzahl an Dokumenten muss effizienter und nachhaltiger erfolgen. Der Begriff des papierlosen Büros verkörpert das, wo es in Zukunft hingehen sollte. Mandanten entwickeln sich weiter und stellen Ihre Abläufe um, da müssen die Steuerberater*innen nachziehen und ebenfalls ein digitales Angebot schaffen und umdenken.

 

Berufe in der Steuerbranche sind mit Seriosität und Verlässlichkeit verknüpft. Alte Werte gepaart mit einem hohen Anteil an Fachwissen. Was macht den Reiz des Berufs aus? Und kann ein digitaler Arbeitsplatz helfen bei der Nachwuchssuche?

 

SK: Die Branche und das Berufsbild sind vielfältig und haben so viel zu bieten. Der Markt ist riesengroß und bietet einen krisenfesten Arbeitsplatz. Mit zunehmender Technologisierung steigt auch die Flexibilität und das Arbeitsumfeld wird attraktiver. Vor allem aber wird durch die digitale Transformation mehr Zeit für die Beratung geschaffen. Das Wort Steuerberater impliziert ja, dass es primär um Beratung geht und nicht um die Abwicklung von Papierkram. Dieser Aspekt ist in der Vergangenheit zwischen administrativen Aufgaben und Papierkram häufig untergegangen. Dabei ist es die Beratungsleistung, auf die man in der aufwendigen Prüfung vorbereitet wird und die viele den Weg zum Steuerberater überhaupt erst einschlagen lässt. Mit der Hilfe von digitalen Tools kann die Compliance effizienter abgearbeitet und die Beratung einfacher und persönlicher gestaltet werden. Dadurch kann die Beratung mehr in den Fokus der täglichen Arbeit gesetzt werden. Diese Entwicklung gepaart mit einer größeren Offenheit für soziale Medien und Marketing können das Thema Personalgewinnung positiv beeinflussen.

 

Eure Themen sind nah am Mandanten und der Austausch mit der Zielgruppe sehr eng. Was ist euer Eindruck, wie werden sich die Ansprüche der Mandanten an die Steuerbranche mit Blick auf die Zukunft verändern?

 

SK: Die Mandanten sind interessiert am digitalen Wandel und lassen sich von den Entwicklungen und Möglichkeiten begeistern. Die Vorteile von digitalen Arbeitsprozessen hat nahezu jeder innerhalb des letzten Jahres erlebt, daher wird dieser eingeschlagene Weg weitergehen. Es wird allerdings ein langer Weg für unsere Branche werden, da ich denke, dass es noch einiges an Entwicklung innerhalb der Kanzleien bedarf. Dass ein Wandel im Gange ist und die Anforderungen sich bereits ändern, zeigt ein Blick auf die Veränderungen des Arbeitsmarktes. Neue Berufsbilder wie Influencer*innen und eine zunehmende Ausrichtung zum E-Commerce erfordern bereits jetzt eine andere Handhabung als die klassischen Berufe. Je digitaler die Gesellschaft wird, desto größer werden die Datenmengen, die verarbeitet werden müssen und genutzt werden können. Diesem Druck können rein analoge Steuerkanzleien zukünftig gar nicht mehr standhalten. Hinzu kommt, dass die Bereitschaft, viel Geld für Compliance Aufgaben beim Steuerberater auszugeben, bei den Mandanten sinken wird. Erst recht, wenn die einzige digitale Schnittstelle zur Kanzlei die E-Mail bleibt. Daher ist die digitale Transformation zukünftig keine Frage des Wollens, sondern des Müssens.

Sarah Klinkhammer
Sarah Klinkhammer

Steuerassistentin

bei Wir lieben Steuern UG

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Emre Karakas
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