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Fragt nicht, was die Mitarbeiter für euch tun können – fragt, was Ihr für die Mitarbeiter tun könnt

Fragt nicht, was die Mitarbeiter für euch tun können – fragt, was Ihr für die Mitarbeiter tun könnt

Digitales Arbeiten, Homeoffice und neue Anforderungen an die Arbeit. Die Arbeitswelt hat sich stark verändert und mit ihr konsequenterweise auch das Verhältnis von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die physische Distanz hat die klassische Führung quasi unmöglich gemacht und die digitale Transformation sorgt für einen neuen Blick auf diese Thematik in Gänze. Ähnlich wie beim Homeoffice wird es kein Zurück geben können. Führung wird nach anderthalb Jahren dezentrales Arbeiten anders definiert werden müssen, da einige Aspekte weggefallen und neue hinzugekommen sind.

Wie hat sich Führung entwickelt? Was hat die Pandemie aufgedeckt? Worauf kommt es zukünftig an und wie kann Führung wirklich nachhaltig und erfolgreich gestaltet werden?

Schluss mit der Trennung von Mensch und Mitarbeiter

Um gleich mit einer Illusion aufzuräumen, bei 365 Tagen im Jahr und über alle Mitarbeiter*innen hinweg wird es immer mal wieder Kritik und Unzufriedenheit an der Führung geben. Es liegt in der Natur der Sache, dass man es nicht allen recht machen kann und die Motivation zur Arbeit jedes Einzelnen unterschiedlich ist. Führung versteht jeder anders und erst recht die Definition gute Führung.

Ganz generell ist auf dem Gebiet bereits viel Fortschritt im Laufe der vergangenen Jahre erkennbar. Gestiegene Anforderungen von Arbeitnehmern und alternative Konzepte in Form von Startup-Mentalität all das hat zu einem Abbau von Distanz geführt und die Menschen im beruflichen Kontext enger zueinander gebracht.

Die Zeiten von strikter Trennung von Führungspersonal und Angestellten beim Mittagessen ist ebenso obsolet, wie der strenge Gehorsam einer Kultur des Austauschs und der Eigenständigkeit gewichen ist. Zunehmend wird der Mensch hinter dem Kollegen gesehen und dessen ganz speziellen Eigenschaften mitsamt Stärken und Schwächen. Kanzleien werden stärker und besser durch Vielfalt.

Individualität fördern und nutzen

Eine der größten Ängste auf Führungsebene war der Kontrollverlust durch eine unkontrollierbare Situation wie das Homeoffice. Seine Angestellten mindestens acht Stunden am Tag zu sehen, gibt einem die vermeintliche Sicherheit, dass gearbeitet wird. Die letzten anderthalb Jahre haben gezeigt, dass die Arbeit nicht liegen bleibt und auch kein Chaos ausbricht oder die Produktivität sinkt, sollten die Angestellten „unbeaufsichtigt“ arbeiten. Trotz der Distanz arbeitete der Großteil des Teams diszipliniert und vielfach auch mehr als zu vergangenen Bürotagen. Ein Grund liegt neben dem Drang nach Erhalt des Arbeitsplatzes, in der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Individuelle Arbeitsmuster konnten stärker gelebt werden wie die Morgen- und Nachtaktivität. Das Ergebnis rückte primär in den Vordergrund und Qualität und Engagement wurden nicht am Faktor Zeit gemessen. Mitarbeiter mussten eigenverantwortlicher agieren und wurden selbstständiger, was sie gleichzeitig dazu ermutigte, sich intensiver mit ihren Themen auseinanderzusetzen und ihre Sicht auf die Dinge einzubringen. So zeigten sich Stärken eines jeden Einzelnen auf, wovon die Führungskraft und die Kanzlei profitierten.

Vertrauen und Förderung

Zukünftig wird der Mensch trotz der immer digitalisieren Arbeitsweise im Fokus stehen. Die vergangenen Monate haben das Team noch einmal zusammengeschweißt und die Menschen von einer anderen ganz privaten Seite gezeigt. Es wurden die Gründe für einen früheren Feierabend und eine längere Mittagspause sichtbar und die vermeintlich schlechte Laune erklärbar, weil die Angestellten ihre Kolleginnen und Kollegen in ihr Privatleben ließen. Teams und Co. ermöglichten diesen Einblick und ließen auch den Chef menscheln. Es baute sich ein Vertrauen auf und der Aspekt der Sorgfaltspflicht wurde Teil der Führung. Längst kommt es nicht mehr nur als Führungskraft darauf an zu delegieren und zu kontrollieren, sondern vielmehr auf gezielte Förderung der Mitarbeiter und darauf ein Umfeld zu schaffen, indem sich jeder wohlfühlt und seine beste Leistung abrufen kann. Dazu gehört auch, auf die mentale Gesundheit zu achten und manchmal sogar Menschen in ihrem Arbeitseifer zu bremsen. So wird die Verbindung zwischen Führung und Team nachhaltig gestärkt und die Grundlage für mehr Effizienz infolge von motivierten Mitarbeitern ganz ohne technische Hilfe gelegt.

Führung hat Auswirkungen auf die Arbeitsleistung. In unserer aufgeklärten Gesellschaft kommt man mit klassischem Chef-Attitüden nicht mehr weit. Führungskräfte haben direkten Einfluss auf eine der wichtigsten Komponenten der Kanzlei – den Mitarbeitern. Nicht nur neue Besen kehren gut. Es gilt die Angestellten als Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen und mit Bedürfnissen zu sehen. Diese so einzusetzen, dass die Stärken voll zum Tragen kommen, muss das Ziel sein und kann zu einer echten Leistungsexplosion führen. Sich seiner Wirkungsmacht bewusst zu werden, ist der entscheidende Faktor und hat mit Selbstreflexion zu tun. Ein Buch oder ein Seminar muss es nicht sein, um zu einer guten Führung zu gelangen. Ganz oft steht man nicht im Stau, man ist der Stau. Für diese Erkenntnis bedarf es eben jene Selbstreflexion und Empathievermögen. Die zukünftigen Skills für moderne Menschenführung.

Christian Weiss - Kanzleivision GmbH
Christian Weiss

Geschäftsführer der
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